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KIDS & ART
Hommage á Josef Németh

 
Projektleitung:

Gerhard Bruckmüller

   
Assistenz: Christa Kubinger, Regina Bruckmüller
 
teilnehmende Kinder: 12 Schulanfänger des Kindergarten Weibern
 
Datum: 14. Juni 2005
 
Vermittlungsansatz:

Es soll den Kindern ein Zugang zur zeitgenössischen Kunst sowie zur Kunst der Moderne am Beispiel Josef Németh (1940 - 1998) ermöglicht werden.

 

Die Schulanfänger des Kindergartens besuchten die Ausstellung "Josef Németh - Retrospektive" im MUFUKU (Malschule und Galerie) im Gemeindezentrum, wo zum einen die Biografie und zum anderen die Schaffensperioden des Künstlers an Hand von mehr als 80 Kunstwerken besprochen wurden.

 

Ein besonderer Schwerpunkt bei der Kunstvermittlung wurde auf die reduzierte Darstellungsform, z.B. monochrome Flächengestaltung, (Doppel-) Spirale und die bildgroße Datumsdarstellung gelegt.

 

Die Reduktion und Abstraktion eines Sujets wurde von den Kindern in ihren grafischen Arbeiten nachvollzogen und die Umsetzung nichtgegenständlicher Malerei mit gestischen Mitteln bei den Gemälden, die mit "Wiederholungslinien" versehen wurden, versucht. Im Sinne einer multiplen Autorenschaft entstanden expressive Gemeinschaftswerke.

 

 
Werke:

Datumsbild mit Spirale - (Hommage á Németh)
gestische Malerei (gegenstandslos und 'der abstrahierte Kopf')

   
pädagogische Ziele:

* Erkennen des Aufbaues von Kunstwerken (Struktur, Proportion, Abstraktionsgrad etc.)
* Vermittlung des Wirkens einer Künstlerpersönlichkeit
* Wahrnehmungseffektive Sensibilisierung der Kinder
* Anregung zum eigenständigen Arbeiten

 
Umsetzung:

Zeichnungen und Gemälde wurden vor dem Originalkunstwerk Nr. 147 (17.10.86) von Josef Németh von den Kindern erarbeitet, wobei die Vorlage lediglich als Ausgangspunkt diente. Die Reduktion auf wenige Elemente wurde durch eine expressive Überarbeitung verdichtet.

 

Eine reduzierte Farbauswahl war Grundlage für die gegenstandlosen Gemälde, wobei die Bildfindung und -gestaltung durch Farbvermischung mittels Spachtel forciert wurden.

 

Ausgehend von einem doppelseitigen Selbstportrait von Németh aus ca. 1970 wurden stark reduzierte Kopfdarstellungen mit einfachen Elementen über gestisch angeordnetem Grund entwickelt. In Anlehnung an die Tafel Nr. 255 (1.1.88) von Németh wurde ausgehend von Pinselabdrücken und Farbflecken eine Strukturierung der Bildfläche mittels flächiger Farbvermischung unter Verwendung einer Glattspachtel und anschießendem heftigen Farbauftrag durch Bespritzen vorgenommen.

 

Überarbeitung und Fortgang der Bildentwicklung wurden mit den Kindern abgestimmt.